Herstellung von Speiseöl mit LEWA Dosier-Membranpumpen

Zur Deckung des weltweiten Bedarfs an Speiseöl werden ca. 40 verschiedene Pflanzen zur Speiseölerzeugung genutzt.

Je nach Region werden die unterschiedlichsten Saaten und Früchte eingesetzt. Basis für diese Samenöle sind u.a. Sojabohnen, Raps, Sonnenblumen, Erdnüsse, Kokosnüsse, Palmkerne oder Leinsamen. Fruchtfleischöle werden u.a. aus Oliven, Palmölen und Avocados gewonnen.

Vorwiegend arbeiten Pumpen bei der Speiseölproduktion im Niederdruckbereich, wir empfehlen für diese Prozesse den Einsatz der Pumpenbaureihe LEWA ecodos.

Lösungen

Die Vorteile von LEWA ecodos Pumpen in der Speiseöl-Raffination:

  • Hermetisch dichte Membranpumpen
  • Höchste Betriebssicherheit
  • Gutes Kosten-/Nutzenverhältnis
  • Robuste, auf Dauerleistung ausgelegte Triebwerke
  • Patentierte 4-Lagen Sandwichmembran aus reinem PTFE
  • Notbetrieb auch bei Membranbruch (Signalisierung)
  • Fluidberührte Materialien lebensmittelgerecht

Aufgrund der hervorragenden Eigenschaften, die LEWA ecodos in Anlagen der Speiseöl-Industrie unter Beweis gestellt hat, werden andere Pumpentypen zunehmend ersetzt.

LEWA ist Mitglied bei führenden Gremien zur hygienegerechten Konstruktion von Pumpen und Anlagen und kann entsprechend zertifizierte Produkte liefern:

Einsatzgebiete

LEWA Dosier-Membranpumpen werden bei der industriellen Herstellung von Haushaltsspeiseölen eingesetzt – vorwiegend in Raffinationsprozessen:

  • Bei der Entschleimung
  • Bei der Neutralisation, auch Entsäuerung genannt

Die Pumpen dosieren Phosphorsäure, Zitronensäure bzw. Natronlauge in den Prozess.

Herstellung von Speiseöl, Prozessschema

Hintergrund

Prozessbeschreibung

Die Gewinnung von Öl aus Saaten und Früchten erfolgt generell durch Pressen oder Extraktion.

Öl, das ohne äußere Wärmezuführung durch Pressung gewonnen wird, bezeichnet man als kaltgepresstes Öl. Dieses Öl darf nicht raffiniert werden. Nach Filterung und Abfüllung sind diese Öle gebrauchsfertig.

Die Ölausbeute ist jedoch größer, je höher die Temperatur ist. Dies führt zum Pressen unter Wärmezufuhr.

Bei Temperaturen von >100°C spricht man von einer “Heißpressung”. Das so gewonnene Rohöl muss zwingend einer Raffination unterzogen werden.

Unter diesem Begriff versteht man eine Kombination von physikalischen und chemischen Verfahren, um unerwünschte und umweltbedingte Bestandteile wie

  • Phosphatide
  • Freie Fettsäuren
  • Farbstoffe
  • Geruchs- und Geschmacksstoffe
  • Wachse
  • Schwermetalle
  • Pestizide

aus dem Rohöl zu entfernen.

Im Wesentlichen besteht die klassische Raffination aus folgenden Arbeitsschritten:

  • Entlecithinierung
  • Entschleimung
  • Entsäuerung oder Neutralisation
  • Bleichung
  • Desodorierung

Neben dieser klassischen chemischen Raffination ist auch die physikalische Raffination von Bedeutung. Sie ist technisch aufwendiger, kommt dafür mit lediglich zwei kombinierten Verfahrensschritten, der Entschleimung und Vorbleichung bzw. Entsäuerung und Desodorierung aus.

Die Hauptvorteile liegen in einer geringeren Umweltbelastung und einer Reduzierung der Raffinationsverluste. Nachteilig ist, dass je nach Ölsorte eine wesentlich bessere Entschleimung erforderlich wird.

Begriffserläuterung:

Entlecithinierung
Eine spezielle Form der Entschleimung zur Lecithingewinnung.
Angewandt wird die Entlecithinierung ausschließlich bei speziellen Ölsorten wie z.B. Sojaöl, bei denen sich die zielgerichtete Aufarbeitung lohnt.

Entschleimung
Ausfällung der hydratisierbaren Phosphatide mittels Wasserzugabe und Erhitzen. Die verbleibenden, nicht hydratisierbaren Phosphatide werden mittels Säurezugabe ausgelöst. Bevorzugt werden Phosphorsäure oder Zitronensäure zugesetzt. Durch das Erhitzen auf ca. 90°C fallen Eiweiß- und Kohlenhydrat-Verbindungen aus, die das Öl eintrüben würden. Die Verfahrensschritte Dekantieren oder Separieren schließen die Entschleimung ab.

Entsäuerung
Durch Zugabe von Natronlauge werden Fettsäuren entfernt, die den Geschmack und die Haltbarkeit negativ beeinflussen. Die entstandene Seife wird abgezogen oder in Zentrifugen entfernt.

Bleichung
In diesem Schritt werden Farbstoffe sowie von Hydroperoxide und Schwermetalle abgetrennt.

Desodorierung (Dämpfung)
Hier entstehen die höchsten Temperaturen im gesamten Raffinationsprozess. Bei etwa 240°C werden unerwünschte Geruchs- und Geschmacksstoffe abgetrennt. Auch werden flüchtige Verbindungen (u.a. Hexanspuren) und Pestizide entfernt.

Ansprechpartner

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