Kontinuierliche Dosierung von Kleinstmengen mit LEWA intellidrive

In einem Prüfstand für Gasverbrennungsmotoren wurde getestet, inwiefern Öl-Bestandteile in Autogas schädliche Auswirkungen auf den Betrieb des Gasmotors haben können. Dazu war in der Testanlage ein kontinuierlicher, äußerst kleiner Öl-Förderstrom erforderlich.

Mit einem Dosiersystem von LEWA und unter Einsatz des Antriebssystems LEWA intellidrive wurde eine Lösung entwickelt, mit der ein Förderstrom von nur 1 ml/h realisiert werden konnte.

LEWA intellidrive zur Kleinstmengendosierung.
Geringe Mengen bis zu 1 ml/h.

Für die Anwendung wurde ein LEWA Dosiersystem mit intellidrive-Technologie entwickelt:

  • Dosiersystem mit einer LEWA ecoflow Kolbendosierpumpe zur wirtschaftlichen Dosierung unkritischer Fluide
  • Quasikontinuierliche, gleichmäßige Dosierung des Öls in äußerst geringen Mengen (bis zu 1 ml/h)
  • Das Antriebssystem LEWA intellidrive ermöglicht eine intelligente Bewegungsführung. Dadurch können hochviskose Fluide und kleinste Mengen – auch bei sehr großen Regelbereichen – dosiert werden.
  • Am Bedienpanel können Einstellungen wie beispielsweise Dosierstromsollwerte, Timer, Drehzahleinstellungen usw. vorgenommen sowie zwischen verschiedenen Betriebsarten umgeschaltet werden.
  • Eine adaptive Volumenstromsteuerung ist möglich: Über eine pumpeninterne Druckmessung und den Bewegungsdaten des Kolbens der Pumpe wird der Volumenstrom auch bei sich ändernden Betriebsbedingungen konstant gehalten. Auf den kostenintensiven Einsatz eines Durchflussmessers kann dann verzichtet werden.
Intellidrive Dosiersystem

Technische Funktionsweise des Dosiersystems im Detail

Um zu testen, ob Öl-Bestandteile in Autogas schädliche Auswirkungen auf Gasverbrennungsmotoren haben, sollten kleinste Mengen an Öl in einen entsprechenden Prüfstand geleitet werden. Dazu entwickelte LEWA ein Dosiersystem bestehend aus einer ecoflow-Kolbenpumpe auf einem Gestell, dem LEWA intellidrive-Antriebssystem, einem Vorlagebehälter sowie der zugehörigen Verrohrung. Im Lieferumfang enthalten war zudem ein Schaltkasten mit Steuerung und allen erforderlichen Bedienelementen.

Das Dosiersystem arbeitet nach dem Prinzip der adaptiven Masse- bzw. Volumenstromsteuerung. Hierfür wird im kontinuierlichen Betrieb in der Komprimierungsphase eine sogenannte h0-Bestimmung durchgeführt, das heißt, der Kolben wird nach der Saugphase am hinteren Totpunkt beginnend bis zu dem Punkt gefahren, an dem der innere Druck im Pumpenkopf gleich dem äußeren Systemdruck ist. Auf Basis dieses Punktes (h0) wird die Berechnung der notwendigen Hubfrequenz zur Erreichung des vorgegebenen Volumenstromsollwertes (z. B. Qsoll = 1 ml/h) durchgeführt.

Die Änderung des h0-Wertes, also die Fördergradänderung, die beispielsweise aufgrund von kleineren Luftbläschen auftritt, wird für jeden einzelnen Pumpenhub erfasst und durch Neuberechnung der Hubfrequenz korrigiert (adaptive Masse- bzw. Volumenstromsteuerung). Es wird kein Durchflussmesser eingesetzt. Am mitgelieferten Bedienpanel können verschiedene Parametereinstellungen vorgenommen werden.

LEWA intellidrive Dosiersystem

LEWA Lösungen für Kleinstmengen-Dosieraufgaben

In Anwendungen, in denen kleinste Mengen in einen Prozess hinzugefügt werden müssen, kann LEWA verschiedene Lösungen anbieten: Neben der intellidrive-Technologie führen wir mit unseren Pumpenserien MAH, MBH, MLM sowie der FC-Reihe mehrere Mikrodosierpumpen für unterschiedlichste Anforderungen. Mit der LEWA intellilab haben wir eine Kleinstmengen-Pumpe speziell für Laboratorien, Technika und Versuchsumgebungen entwickelt.

Mit unseren Microflow-Dosierlösungen können Sie grundsätzlich Förderströme von 1 ml/h bis 65 l/h bei Förderdrücken von 1 bis 560 bar realisieren.

Gerne beraten wir Sie zu der besten Lösung für Ihre spezifische Anwendung!

Intellidrive Dosiersystem

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